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Was wir auf Lanzarote tun...

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Lanzarote,
wunderschöne Insel der Kanaren. Geheimnisvoll, bizarr... ein
Paradies, aber leider nicht für die Hunde auf Lanzarote. Tierschutz in einer
ganz anderen Form, da die Umstände in Spanien völlig anders sind als in
Griechenland. |
Hier gibt es keine Streuner wie auf Santorini, aber dennoch genügend
Hunde, die dringend Hilfe brauchen. Es gibt einen Leinenzwang in
Spanien. Kein Hund darf ungestraft - und das im wahrsten Sinn des
Wortes - herumlaufen. Ich will es erklären…
Endstation
Tötungsstation...
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Auf Lanzarote gibt es, wie überall in Spanien, so genannte
Hundeauffangstationen, die die entsprechenden Gemeinden unterhalten, um
dem spanischen Gesetz, dass kein Hund frei ohne Leine herum laufen darf,
nachzukommen. Dort
gibt es angestellte Hundefänger,
die regelmäßig durch die Straßen ihres Gebietes fahren und jeden
freilaufenden Hund, ob mit Halsband oder ohne...
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...ob
mit oder ohne Eigentümer, ja selbst wenn er nur mal eben zum Nachbargrundstück läuft, einfangen.
Streng nach Gesetz werden diese Tiere 21 Tage "aufbewahrt".
Dies geschieht vielerorts noch in umgebauten Ställen, in dunklen,
kleinen Räumen, in denen sich nichts befindet als blanker Beton allerhöchstens und
auch nicht immer ein kleiner Wassernapf.
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Die Hunde werden dort zusammen gesetzt ohne Rücksicht darauf, ob
sich sich verstehen oder nicht. In manchen Gemeinden gibt
es inzwischen auch Zwingeranlagen für diesen Zweck, die aber
auch kahl und nüchtern gehalten sind und wo oft ebenso viel zu viele
Hunde in einem Zwinger zusammen gepfercht werden. |
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Nach
21 Tagen müssen die Hunde sterben...
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In dieser Zeit haben die Eigentümer die Gelegenheit
vorbeizukommen und ihren Hund gegen Zahlung einer Strafe und
unter Vorlage eines gültigen Impfpasses wieder auszulösen. Dies
geschieht in den seltensten Fällen. Für die meisten verstreicht
die Zeit, ohne dass eine Rettung in Sicht wäre. Nachdem die vorgeschriebenen 21 Tage um sind, werden die Tiere getötet.
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Die Tiere durchleben
während diesen drei Wochen ihrer gnadenlosen Gefangenschaft schwerste
seelische und auch körperliche Strapazen.
Viele magern total ab, da sie aus Kummer und Angst nichts fressen.
Viele werden krank, manche kommen sogar bei Beißereien, die bei
solch einer Haltung unvermeidlich sind, ums Leben.
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Die Hunde
erleben fast täglich mit, wie andere Tiere, deren Zeit bereits abgelaufen ist, an der
Drahtschlinge aus den Boxen gezerrt werden und im Hof dann ohne Herz und
Verstand meist per Giftspritze - mancherorts auch auf noch viel
grausamere Art und Weise - getötet werden. |
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Durch die Präsenz von
Tierschützern
vollzieht in den meisten größeren Gemeinden zwar inzwischen ein Amtstierarzt
die Tötung,
aber die Vorgehensweise ist nicht mit einer Euthanasie in einer
Tierarztpraxis zu vergleichen. Die
Tiere werden kalt und rücksichtslos behandelt. Sie spüren das
Unheil, riechen den Tod, schreien und wehren sich. Panik bricht aus.
Keiner spricht sanft mit ihnen, beruhigt sie - sie werden wie
eine Sache behandelt, die man schnell zu erledigen hat.
Die
meisten Tiere sterben per Giftspritze...
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Die Giftdosis wird oft nicht exakt auf das jeweilige Tier abgestimmt,
der Todeskampf ist manchmal lange und
grausam und all die
anderen Hunde bekommen dies mit. Wenn sie es nicht sehen können, da ihre Box keine Gittertür
hat, dann hören und riechen sie es und sie spüren die Panik und
den Schmerz ihrer Leidensgenossen. |
Unschuldige
liebenswerte Geschöpfe... zum Tode verurteilt, da sie von ihren
geliebten Herrchen und Frauchen im Stich gelassen wurden, für die sie
selbst jederzeit durchs Feuer gegangen wären...
Erkläre
mir irgendeiner, der diese Gesetze gemacht hat, bitte den Sinn !
Mit welcher
Rechtfertigung werden in Spanien täglich hunderte von Hunden
abgespritzt... !?
Und selbst die Zeit bis zu diesem Tag
ihres Todes
ist ein Leidensweg.
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Es wird nicht überall jeden
Tag gefüttert und wenn überhaupt... meist nur das billigste Trockenfutter
das aus großen Pellets besteht, die einfach lieblos in die
einzelnen Abteilungen hinein geschüttet werden. Kleine Hunde und Welpen müssen damit
eben klar kommen und wer das nicht schafft oder nicht schnell
genug ist, um etwas abzubekommen, der hat eben Pech gehabt.
Beißereien sind da an der Tagesordnung. Das Wasser ist oft leer
oder völlig verdreckt, grün und stinkig, da tagelang nicht
erneuert... |
Die Zwinger werden in manchen
Stationen kaum gereinigt oder aber, anderes Extrem, täglich mit
scharfem Desinfektionsmittel ausgespritzt und die Hunde gleich mit, denn
sie werden für diese Prozedur nicht heraus genommen.
Patschenass und voller Angst sitzen sie dann in der hintersten
Ecke. Erkrankungen, Bisswunden und Verletzungen werden nicht versorgt.
Wozu auch, die Hunde werden ja sowieso bald vernichtet…!?!
Wir versuchen einige
dieser Hunde zu retten, indem wir sie an ihrem letzten Tag heraus
holen....
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Ja, wir gehen in diese
"Tötungsstationen"
hinein, auch wenn dies emotionell immer wieder mehr als belastend ist,
und holen so viele Tiere heraus, wie wir können. Leider ist dies immer
nur ein Bruchteil von den Tieren, die hier Hilfe brauchen. Das Auswählen der Tiere, welche mitdürfen und welche
nicht, ist fast unerträglich für uns. |
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Wir
führen auf Lanzarote Rettungsaktionen durch,
wo wir für genau zu diesem Zweck, des Herausholens von Hunden aus den
Tötungsstationen, dort hin fliegen. Dies können wir natürlich nicht oft
im Jahr tun. Aber es gibt inzwischen auch noch andere Tierschützer, die
in den verschiedenen Stationen auf Lanzarote Tiere retten.
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Das Tierheim Sara auf Lanzarote ist meist selbst
so voll, dass sie keine weiteren Tiere aus den Tötungsstationen
holen können. Deswegen sind diese dort die Ärmsten der Armen von
Lanzarote. Wenn wir dort sind und Tiere
heraus geholt haben, dann deponieren wir unsere Schützlinge bis zu
ihrem Abflug in einer privaten Hundepension, manchmal müssen wir
auch noch mehrmals hinfliegen, um alle rüber zu holen. |
Wenn Flugpaten da
sind, unterstützt uns der Tierschutzverein Sara auch und schickt uns
die Hunde nach. Und wir unterstützen
umgekehrt auch immer noch das Tierheim Sara mit dem ja alles begann.
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Wir nehmen ganzjährig, auch wenn wir selbst nicht vor Ort sind,
Hunde und Katzen vom Tierheim Sara in unsere Pflegestellen
zur Vermittlung auf, um so im Tierheim auf Lanzarote Platz zur
Aufnahme von neuen Tieren zu schaffen. Denn das
Tierheim dort ist meist chronisch überfüllt und man ist froh um jeden
Schützling, der in Deutschland ein gutes neues Zuhause findet. |
Einzelne
Schicksale von Hunden und Katzen aus Lanzarote sowie Berichte von
Rettungseinsätzen vor Ort finden Sie auch auf dieser Seite:


Wir suchen natürlich auch immer
Flugpaten, die bereit sind,
Tiere aus Lanzarote mitzubringen...
