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Es begann alles am 19. November mit einer WhatsApp und einem Foto.
Eine junge Irin hatte auf Santorini ihre Flitterwochen verbracht und
sich dort in eine Hotel-Katze verliebt. Ob wir nach ihr schauen
könnten? Da saßen wir nun also – einen Tag vor unserem Hinflug – mit
diesem Foto und Stichen im Herzen. War doch auf diesem Bild nicht
nur eine wunderschöne Puschelkatze zu sehen, nein, im Hintergrund
saßen auch noch drei kleine „Teddyhamster“, ihre Katzenbabies.
Vier Tage volles Programm lagen vor uns – nun auch noch „Katze mit
Babies in Imerovigli“ suchen? Und wohin dann damit, wenn wir sie
finden?
Wir können kaum in Worte fassen, wie dankbar wir sind, während
unseres Aufenthaltes Sandra und Markus getroffen zu haben. Sie
wussten nicht nur sofort, wo sich die Katzenfamilie befindet, sie
machten sich umgehend tatkräftig auf die Suche!
Es stellte sich heraus, dass das Hotel nicht nur direkt an der viel
befahrenen Hauptstraße nach Oia liegt, sondern auch, dass die vier
Samtpfoten dort mutterseelenallein zurückgeblieben waren. Das Hotel
hatte vor einigen Tagen geschlossen und inzwischen war auch der
Hausverwalter abgereist. Also kaum Chancen für die Kätzchen, den
Winter zu überleben……
Nach der ersten Freude, die kleine Familie gefunden zu haben, folgte
schnell die Ernüchterung, denn wir fanden keine Pflegestelle in
Santorini. Wen auch immer wir fragten, aus unterschiedlichen Gründen
konnte uns niemand helfen. Die einen standen selbst kurz vor der
Abreise, die anderen hatten keinen Platz für weitere Schützlinge….
Als einzige Option blieb die Tierpension, die uns vor Jahren schon
einmal geholfen hatte. Sie boten an, uns einen Sonderpreis von 5
Euro pro Katze und Tag zu machen, weil es sich um Tierschutzkatzen
handelt. Natürlich haben wir Ja gesagt. Die kleine Katzenfamilie
einfach zurückzulassen, war für uns keine Alternative!
Sandra und Markus schafften es innerhalb nur drei Tagen, die kleinen
„Fauchispuckis“ und die wesentlich zutraulichere Mama einzusammeln.
Die Kleinen haben sie erstmal zum Impfen und die Mutterkatze auch
gleich zum Kastrieren gebracht. Am 26. November durften sie
gemeinsam in der Katzenpension einziehen.
Inzwischen haben wir sogar eine Pflegestelle in Deutschland für die
drei Kleinen gefunden, aber sie
können natürlich erst ausreisen, wenn die Tollwutimpfung gegriffen
hat, also ab Anfang Januar.
Wir
hatten an dieser Stelle um Hilfe gebeten, um die Pensionskosten
von 5 Euro am Tag für Ria zu stemmen.
UPDATE
15.12.2025: Rias Pensionskosten sind bis zum Tag der Ausreise, dem
11.01.26 gesichert!
Lieben Dank an alle Pensionspaten: Jule F., Yvonne S., Tanja M.,
Hildegard W., Marina M.,
Tara W., Silke G., Elke B., Carina R., Doris H., Susanne A. und
Nicole S.!
Ria kann im "Doppelpack" mit
einem ihrer Geschwister Ari und Adri oder zu einer anderen jungen Katze
vermittelt werden. Ein Zuhause mit gesichertem Balkon oder Freigang
in ruhiger Lage wäre schön.
Update: Am
11.01.2026 konnten wir Ria zusammen mit 9 anderen Kätzchen zu uns
holen. Sie kann zusammen mit Ari und Adri in ihrer Pflegestelle in
Trippstadt besucht werden.
Bericht
der Pflegestelle:
Ria – sanfte Katze mit zartem Wesen
Ria ist eine sensible, zarte Katze, die Zeit braucht, um
aufzutauen. In neuen Situationen reagiert sie zunächst schüchtern und
zieht sich gerne zurück. Gibt man ihr jedoch den nötigen Raum und
begegnet ihr ruhig und geduldig, beginnt sie langsam Vertrauen zu
fassen.
Besonders gerne spielt Ria – sowohl mit Katzenspielzeug als auch
sehr vorsichtig und sanft mit der Hand. Hektische Bewegungen und
laute Situationen mag sie hingegen nicht, hier reagiert sie sensibel.
Innerhalb der Geschwistergruppe ist Ria die Zurückhaltendste,
weshalb man darauf achten sollte, dass sie bei der Fütterung nicht
von seinen mutigeren Geschwistern übergangen wird.
Ria ist keine Draufgängerin, sondern eine Beobachterin, die Nähe leise und
vorsichtig aufbaut. Sie eignet sich für Menschen, die Freude daran
haben, eine schüchterne Katze behutsam zu begleiten und Vertrauen
wachsen zu lassen. Auch Ria ist derzeit noch keine Schmusekatze,
zeigt aber Tag für Tag kleine Fortschritte.
Alle drei Kitten sind spät
sozialisiert und befinden sich erst seit etwa drei Wochen in
Deutschland. Hier erleben sie aktuell ihren ersten positiven und
verlässlichen Kontakt zu Menschen. Entsprechend sind sie noch
vorsichtig, brauchen Zeit zum Ankommen und sind nicht für Familien
mit Kindern geeignet.
Die Kitten zeigen täglich kleine Fortschritte und tauen Stück für
Stück weiter auf. Sie sind jung und lernfähig, sodass mit Geduld,
Ruhe und Verständnis eine schöne Entwicklung möglich ist.
Alle drei:
-nutzen zuverlässig das Katzenklo
-kratzen brav am Kratzbaum
-spielen begeistert mit verschiedenstem Katzenspielzeug
-sind futterfest und vertragen bisher alle angebotenen Futtersorten
gut
Besonders lautstark melden sie sich, wenn Fütterungszeit ist – dann
wird gemeinsam gesungen und aufgeregt auf das Essen gewartet.
Derzeit zeigen keines der Kitten Anzeichen dafür, unbedingt Freigang
zu benötigen.
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