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Die süße Tricolor-Katze Lea wurde von unserer befreundeten
Tierschützerin Flora aus Almeria in Pflege genommen.
Ihr wurde telefonisch von
einer Feuerwache mitgeteilt, dass eine kleine Katze in einem
sehr schlechten Zustand gefunden worden sei. Sie könne sich kaum
bewegen und auch ihre Augen nicht öffnen.
Flora eilte sofort zu der
Fundstelle und war entsetzt, als sie das keine Kätzchen sah. Sie
dachte, die Kleine habe keine Augen. Es war klar, das Kitten
brauchte Hilfe und zwar schnell. Flora zögerte nicht lange und
nahm Lea - so nannte sie das Kätzchen - sofort mit nach Hause.
Die kleine Lea wurde zeitnah
einer Tierärztin vorgestellt. Glücklicherweise waren ihre Augen
nur total verklebt und konnten dank der Fürsorge von Flora
vollständig gerettet werden. Lea erholte sich gut, doch
nach ein paar Tagen bemerkte Flora, dass sie sich merkwürdig
bewegt. Also wurde Lea einer Neurologin
vorgestellt, die alle relevanten Tests durchführte und die
Diagnose "Ataxie" stellte. Glücklicherweise ist die
Ataxie bei Lea aber nicht sehr stark ausgeprägt. Ihr selber ist
gar nicht bewusst, dass sie etwas anders ist als ihre
Artgenossen.
Lea hat ein sonniges Gemüt,
ist immer gut gelaunt und kennt keine Angst. Wenn Flora
beim Stricken saß, spielte die Kleine vergnügt
mit ihrem Bällchen oder dem Wollknäuel. Dem Menschen gegenüber ist die kleine Katzendame sehr
anhänglich, hat volles Vertrauen und freut sich über
Streicheleinheiten - fordert sie teilweise sogar ein. Ihre
Retterin Flora ließ Lea nicht aus den Augen, lief ihr hinterher
und blieb immer in ihrer Nähe.
Lea kommt überall hinauf, wo
sie sich festhalten kann (Sessel, Sofa, Kratzbaum...). Da hat
sie auch Ehrgeiz und gibt nicht auf, bis sie es geschafft hat.
Auf ein Regal, einen hohen Tisch oder das Fensterbrett springen
kann sie allerdings nicht. Diese Beeinträchtigung tut ihrer
Lebensfreude und ihrem jugendlichem Übermut jedoch keinen
Abbruch - sie kennt es ja nicht anders. Selbstständiges Fressen ist
für Lea überhaupt kein Problem und auch das Katzenklo wird ohne
Schwierigkeiten zuverlässig von ihr benutzt.
Am 20.06.2026 ist Lea
zusammen mit Panocha bei unserer Pflegefamilie in Stockstadt
eingezogen. Die Beiden mussten sich erstmal eingewöhnen und
sich kennen lernen, denn in Almeria waren sie in verschiedenen
Pflegestellen untergebracht. Bei Interesse kann man Lea und
Panocha gerne bei ihrer Pflegestelle besuchen.
Wir suchen für diese
entzückende und wirklich bildschöne junge Katze ein Zuhause bei
lieben Menschen, die sich nicht an ihrer körperlichen
Beeinträchtigung stören und sie so lieben, wie sie ist.
Natürlich kommt für Lea nur Wohnungshaltung in Frage. Über einen
gesicherten Balkon würde sich die kleine Schönheit
sehr freuen.
Bericht der Pflegestelle
BÄM ... und dann kam
Lea!!!
Mittendrin und voll dabei. Das kleine Supergirl strotzt vor
Lebensenergie und Selbstbewusstsein und macht ihr Ding trotz
Ataxie! "Ataxie... bitte was?!"
Obwohl unser Supergirl eine wunderschöne kleine Glückskatze ist,
hatte sie erstmal Pech und das bereits bevor sie überhaupt
geboren wurde. Ihre Mutter muss sich während der Tragezeit mit
einem Virus infiziert haben, wodurch es bei Lea zu einer
Unterentwicklung des Kleinhirns gekommen ist (zerebelläre
Ataxie). Weil das Kleinhirn unter anderem für die Koordination
von Bewegungsabläufen zuständig ist, kommt es bei Léa folglich
zu einer Bewegungsstörung, weshalb sie ein wackeliges,
unsicheres Gangbild hat und auch mal einfach umfällt. Diese
Bewegungsstörung ist nicht heilbar, verschlechtert sich aber in
der Regel auch nicht. Sie selbst nimmt ihren unsicheren Gang
wohl gar nicht wahr, was erklärt, dass unser Supergirl
unerschrocken die Welt entdeckt und für ihr Leben gerne spielt.
Treppen, mittelhohe Kratzbäume, das Bett, die Couch... pah,
alles kein Problem, so lange sie hochklettern kann! Aber auch
kleine Sprünge bekommt sie durchaus hin.
Wer also sagt denn bitte, dass Ataxie eine "Behinderung" ist?!
Lea zeigt, dass aufgeben keine Option ist und man auch als etwas
"andere" Katze den Spaß seines Lebens haben kann. Dieses Leben
ist übrigens genauso lang wie das einer "normalen" Katze.
Nur bei der Umgebungsgestaltung sollte man ein paar wenige
Besonderheiten beachten. Wenn es eine offene Treppe gibt, sollte
diese verschlossen werden (geht ganz einfach mit Holzbrettern
oder Acrylplatten) und auch der untere Teil des Geländers muss
gegen ein mögliches Durchrutschen gesichert werden. Kleine
Teppichmatten auf den Stufen geben ihr sicheren Halt, vor allem
auf dem Weg nach unten. Als Bodenbelag werden Teppiche für einen
besseren Halt beim Laufen empfohlen. Lea zeigt uns aber jeden
Tag aufs Neue, dass sie auch prima mit Fliesen und Laminat
klarkommt. Schlafplätze auf dem Boden nutzt Lea gerne, aber
genauso oft liegt sie auch auf den unteren und mittleren
Liegeflächen der Kratzbäume.
Die Katzenklos müssen einen hohen bzw. erhöhten Rand oder eine
Haube haben, da sie sich beim Erledigen der Geschäfte auch mal
gerne anlehnt. Außerdem sollte der Einstieg nicht zu hoch sein.
Bei uns nutzt sie eine herkömmliche Jumbo-Katzentoilette genauso
wie die anderen Mitbewohner auch. Ein leicht erhöhter
Silikonnapf erleichtert ihr die Nahrungsaufnahme und verhindert,
dass die Zähne beschädigt werden, da Lea auch beim Futtern zum
Teil außer Balance ist. Und wo wir gerade bei Essen sind. Das
liebt sie und inspiziert auch gerne, was ihr Servicepersonal da
so isst. Also Vorsicht vor Mundraub :D!!!
Kinder im neuen Zuhause sollten älter und
verständig sein, da Lea gerne mal an der Hand knabbert und ihre
Bewegungen/ Reaktionen durch die Ataxie zum Teil plötzlich und
ruckartig auftreten können.
Auf jeden Fall wünscht sich unser Supergirl
mindestens ein weiteres Girlie oder einen Superman in ähnlichem
Alter zum Spielen und Toben. Außerdem sollte es einen
gesicherten Balkon geben (ungesicherter Freigang ist aufgrund
der Ataxie ausgeschlossen), um frische Luft schnuppern zu
können.
Sollten Sie jetzt genau wie Lea sagen
"Ataxie... na und!!!!" und sich in dieses be- und verzaubernde
Wesen verliebt haben, dann nehmen Sie über den unten stehenden
Button "Vermittlungsanfrage" Kontakt auf oder melden Sie sich
telefonisch bei Frau Raatz (06150 12749).
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