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Im Dezember 2004
irrte Schulo halb verhungert und verdurstet durch die Lavafelder auf Lanzarote.
Ein
kleiner Kerl, knapp 30 cm hoch, verfilzt und schmutzig mit traurigem und ängstlichem
Blick… Ein weißer abgerissener Strick baumelte an seinem Hals.
Irgendwer
hatte ihn wohl nicht mehr haben wollen und einfach in den Lavafeldern
“entsorgt“ oder er hatte sich irgendwo losgerissen um seinem bisherigen
Leben zu entfliehen. Auch die Möglichkeit, dass man ihn hatte am Moped oder
Auto zu Tode schleifen wollen und der Strick Gott sei Dank schnell riss ist
nicht auszuschließen - eine schreckliche und grausame Methode die im Süden
aber immer wieder Anwendung findet um ein ungewolltes Tier loszuwerden.
Tierfreunde brachten den total verängstigten Kerl
ins Tierheim von Lanzarote.
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Dem
Kleinen musste offensichtlich
Schreckliches
passiert sein - er ließ sich weder untersuchen noch den Strick entfernen -
keiner durfte ihn anfassen, er biss sofort zu. Tagelang ließ man ihn im
Tierheimbetrieb einfach mitlaufen, den kurzen Strick immer noch um den Hals, da
er ihn sich nicht abnehmen ließ. Man hoffte, dass er mit der Zeit zutraulicher
würde, aber er fasste einfach kein Zutrauen. Also wurde er schließlich zum
Untersuchen, Impfen und Abscheren seines völlig verfilzten Felles in Narkose
gelegt.
Als
wir Anfang Februar von Schulo erfuhren, sagten wir sofort zu, den Kleinen zu uns
nach Deutschland zu holen. Dort im Tierheim, wo keiner Zeit hatte sich richtig
um ihn zu kümmern, würde er auf Dauer völlig unter gehen. Mitte Februar
hatten wir einen Flug organisiert, um einige Hunde zu holen. Natürlich
entschieden wir uns dafür, auch Schulo auf diesem Flug mitzunehmen.
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| Aber Schulo durfte nicht fliegen, ... |
| seine
Tollwutimpfung war noch keine vier Wochen alt.
Da
man ihn nicht hatte anfassen können, war er nicht gleich geimpft worden. So
musste ich ohne Schulo zurück fliegen. Aber mir war aufgefallen, dass
Schulo’s rechtes Auge nicht in Ordnung war. Es eiterte stark. Da er sich nun
von ihm bekannten Leuten immerhin schon manchmal anfassen ließ, sollte
versucht werden, ihm täglich Augentropfen zu geben. Ungeduldig warteten wir in
Deutschland auf Schulo, immer wieder fragten wir nach seinem Befinden - aber
viel konnte man uns nicht sagen.
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| Endlich kam
der Tag, an dem Schulo fliegen durfte. |
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Als
wir ihn vom Flughafen abholten, bot sein Auge keinen schönen Anblick. Es war völlig
mit getrocknetem Eiter verklebt, so dass er das Auge nicht öffnen konnte. Zu
seiner Pflegestelle hatte er vom ersten Augenblick an Vertrauen - alle anderen
wurden gebissen. Erst musste er mal ein bis zwei Tage völlig in Ruhe gelassen
werden, danach wurde sein verklebtes Auge mit Kamille mühsam nach und nach
aufgeweicht, ausgewaschen und er schließlich
einem Tierarzt vorgestellt - er bekam erneut eine Augensalbe verordnet, die er
sich auch brav ins Auge machen ließ… aber es ergab sich keine wesentliche
Besserung.
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Da wir an
seinem oberen Augenlid zwei, nicht heilen wollende, nässende Einrisse entdeckt
hatten, entschlossen wir uns schließlich dazu, ihn bei Frau Herzlet, der
Augenspezialistin der Universitäts-Veterinärklinik in Gießen, vorzustellen.
Sie
untersuchte den kleinen Schulo gründlich und stellte fest, dass diese alten
Wunden am oberen Lidrand so schlecht verheilt waren, dass nun bei jeder
Lidbewegung ein massiver Reiz auf die Hornhaut ausgeübt wurde - so würde das
niemals heilen und Schulo musste wohl ständig das Gefühl haben, dass ihm irgendwas auf dem Auge entlang schabt und dort weh
tut. Aber die Prognose ist positiv.
Frau
Dr.vet.Herzlet schlägt eine Operation des Augenlides vor.
Dabei soll
der äußere Rand ein wenig abgeschnitten und dadurch begradigt werden, so dass
keine ständige Reizung der Hornhaut mehr möglich ist. Die Hornhaut würde sich
wieder völlig regenerieren und die chronische Entzündung dann auch wieder
abheilen. Also wurde ein Operationstermin ausgemacht. Schulo bekam spezielle
Augentropfen zur Vorbereitung für die OP mit, die er täglich bekommen soll.
Die Operationkosten
von Schulo werden aus dem Operations-Fond genommen, ....
der
durch unseren Notfallhund Pipper entstanden ist. Es kamen damals mehr Spenden
ein, als die OP von Pipper kostete. Und die Reaktion von Ihnen, liebe
Tierfreunde, war insgesamt enorm groß und
positiv. Alle waren begeistert davon, sich gerade für solche Hunde einzusetzen,
die ihr Leben lang Schmerzen leiden oder gar sterben müssten - nur weil eine
fachgerechte Behandlung zu teuer wäre, die aber durch eben diese angemessene
tierärztliche Hilfe gerettet werden könnten. Und in diesem Operations-Fond
sind noch Gelder von den Spenden von Pipper vorhanden und.
Diese werden wir jetzt für Schulo einsetzen.
Aufgrund Ihrer
lieben Unterstützung und der Notwendigkeit gerade für solche arme Kreaturen
etwas zu tun, haben wir uns dazu entschlossen, den
Operations-Fond für Notfallhunde auch in Zukunft weiterzuführen
und auch weiterhin gerade diese armen Hunde aufzunehmen, ihnen die
notwendigen Operationen und tierärztlichen Behandlungen zu ermöglichen und
ihnen somit eine (neue) Zukunft gegeben.
Schulo
wurde in Gießen erfolgreich operiert:
Schulo
hat bei seiner OP die vernarbte Stelle am Augenlid keilförmig entfernt
bekommen. Anschliessend wurden die Wundränder zusammengezogen und wieder
miteinander vernäht. So kann jetzt nichts mehr auf dem Auge reiben und schaben.
Er hat die OP sehr gut überstanden und der Heilungsprozess ist völlig
komplikationslos. Seinen Kragen akzeptiert er auch und sein Verhalten Fremden
gegenüber hat sich enorm verbessert.
Ein
neues Herrchen und Frauchen gibt es auch schon
Da
Schulo sich so sehr gebessert hat, konnten wir ihn auch schon Interessenten
vorstellen und er fand sehr schnell ein nettes Ehepaar mittleren Alterns, die
sich in ihn verliebten und er auch in sie. Sein neues Frauchen und Herrchen
durften ihn sogar gleich anfassen und streicheln. Also haben wir ihn in sein
neues Zuhause ziehen lassen. Die Fäden werden in Gießen in wenigen Tagen
entfernt - neues Herrchen fährt mit. Sein Äuglein tränt und eitert nicht mehr
und ist völlig reizlos - die OP war ein voller Erfolg.
Hier
noch ein paar Fotos von Schulo:
Man erkennt sehr gut die kleine zierliche
Naht an seinem Augenlied und dass das Auge sehr gut heilt und nicht mehr
entzündet ist ...
Aufgrund
Ihrer lieben Unterstützung und der Notwendigkeit gerade für solche arme
Kreaturen etwas zu tun, haben wir uns dazu entschlossen, den
Operations-Fond für Notfallhunde auch in Zukunft weiterzuführen und
auch weiterhin gerade diese armen Hunde aufzunehmen, ihnen die notwendigen
Operationen und tierärztlichen Behandlungen zu ermöglichen und ihnen somit
eine (neue) Zukunft gegeben.
Sollten
auch Sie unseren Operations-Fond unterstützen wollen, so können Sie uns Ihre
Spende mit dem Stichwort “Operations-Fond“ auf folgendes Konto überweisen:
Tierschutzverein
Santorini e.V.
Spendenkonto:
VR Bank Mainz BLZ 55060417
Konto 102114844
BIC: GENODE51MZ2 IBAN: DE66
5506 0417 0102 114844
Eine Spendenbescheinigung geht Ihnen
immer automatisch im Januar/Februar des Folgejahres Ihrer Spende zu.
Spende per
Abbuchungserlaubnis
Sie können uns alternativ auch eine
Abbuchungserlaubnis zufaxen oder zusenden. Hierzu klicken Sie den kleinen Hund
an, Sie können sich dann ein entsprechendes Formular ausdrucken. Wir werden die
von Ihnen gewünschte Summe einmalig von Ihrem Konto abbuchen und Sie ersparen
sich den Bankgang.
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