Die Fotos wurden uns vom Fotografen zur Verfügung gestellt. 
Willkommen
» Home
» Wer wir sind
» Santorini
» Lanzarote
» Fuerteventura
» Rettungsaktion
Unsere Tiere 
» Hunde 
» Katzen
» OP-Fonds
    » aktueller Notfall
    » Ehemalige Notfelle
    » Spenden
» Zuhause gefunden
» Tierschicksale
Helfen SIE uns
» als Pflegestelle
» als Flugpate
» als Mitglied
» als Spender
Service
» Links
» Gästebuch
» Reiseinfos
» Fotogalerie
Intern
» Impressum
» Kontakt

     

Im Dezember 2004 irrte Schulo halb verhungert und verdurstet durch die Lavafelder auf Lanzarote.

Ein kleiner Kerl, knapp 30 cm hoch, verfilzt und schmutzig mit traurigem und ängstlichem Blick… Ein weißer abgerissener Strick baumelte an seinem Hals.

Irgendwer hatte ihn wohl nicht mehr haben wollen und einfach in den Lavafeldern “entsorgt“ oder er hatte sich irgendwo losgerissen um seinem bisherigen Leben zu entfliehen. Auch die Möglichkeit, dass man ihn hatte am Moped oder Auto zu Tode schleifen wollen und der Strick Gott sei Dank schnell riss ist nicht auszuschließen - eine schreckliche und grausame Methode die im Süden aber immer wieder Anwendung findet um ein ungewolltes Tier loszuwerden.

Tierfreunde brachten den total verängstigten Kerl ins Tierheim von Lanzarote. 

Dem Kleinen musste offensichtlich Schreckliches passiert sein - er ließ sich weder untersuchen noch den Strick entfernen - keiner durfte ihn anfassen, er biss sofort zu. Tagelang ließ man ihn im Tierheimbetrieb einfach mitlaufen, den kurzen Strick immer noch um den Hals, da er ihn sich nicht abnehmen ließ. Man hoffte, dass er mit der Zeit zutraulicher würde, aber er fasste einfach kein Zutrauen. Also wurde er schließlich zum Untersuchen, Impfen und Abscheren seines völlig verfilzten Felles in Narkose gelegt. Als wir Anfang Februar von Schulo erfuhren, sagten wir sofort zu, den Kleinen zu uns nach Deutschland zu holen.  Dort im Tierheim, wo keiner Zeit hatte sich richtig um ihn zu kümmern, würde er auf Dauer völlig unter gehen. Mitte Februar hatten wir einen Flug organisiert, um einige Hunde zu holen. Natürlich entschieden wir uns dafür, auch Schulo auf diesem Flug mitzunehmen. 

Aber Schulo durfte nicht fliegen, ...
seine Tollwutimpfung war noch keine vier Wochen alt. Da man ihn nicht hatte anfassen können, war er nicht gleich geimpft worden. So musste ich ohne Schulo zurück fliegen. Aber mir war aufgefallen, dass Schulo’s rechtes Auge nicht in Ordnung war. Es eiterte stark. Da er sich nun von ihm bekannten Leuten immerhin schon manchmal anfassen ließ, sollte versucht werden, ihm täglich Augentropfen zu geben. Ungeduldig warteten wir in Deutschland auf Schulo, immer wieder fragten wir nach seinem Befinden - aber viel konnte man uns nicht sagen.  
Endlich kam der Tag, an dem Schulo fliegen durfte.
Als wir ihn vom Flughafen abholten, bot sein Auge keinen schönen Anblick. Es war völlig mit getrocknetem Eiter verklebt, so dass er das Auge nicht öffnen konnte. Zu seiner Pflegestelle hatte er vom ersten Augenblick an Vertrauen - alle anderen wurden gebissen. Erst musste er mal ein bis zwei Tage völlig in Ruhe gelassen werden, danach wurde sein verklebtes Auge mit Kamille mühsam nach und nach aufgeweicht, ausgewaschen und er schließlich einem Tierarzt vorgestellt - er bekam erneut eine Augensalbe verordnet, die er sich auch brav ins Auge machen ließ… aber es ergab sich keine wesentliche Besserung.  

Da wir an seinem oberen Augenlid zwei, nicht heilen wollende, nässende Einrisse entdeckt hatten, entschlossen wir uns schließlich dazu, ihn bei Frau Herzlet, der Augenspezialistin der Universitäts-Veterinärklinik in Gießen, vorzustellen.

Sie untersuchte den kleinen Schulo gründlich und stellte fest, dass diese alten Wunden am oberen Lidrand so schlecht verheilt waren, dass nun bei jeder Lidbewegung ein massiver Reiz auf die Hornhaut ausgeübt wurde - so würde das niemals heilen und Schulo musste wohl ständig das Gefühl haben, dass ihm irgendwas auf dem Auge entlang schabt und dort weh tut. Aber die Prognose ist positiv.

Frau Dr.vet.Herzlet schlägt eine Operation des Augenlides vor. Dabei soll der äußere Rand ein wenig abgeschnitten und dadurch begradigt werden, so dass keine ständige Reizung der Hornhaut mehr möglich ist. Die Hornhaut würde sich wieder völlig regenerieren und die chronische Entzündung dann auch wieder abheilen. Also wurde ein Operationstermin ausgemacht. Schulo bekam spezielle Augentropfen zur Vorbereitung für die OP mit, die er täglich bekommen soll.

Die Operationkosten von Schulo werden aus dem Operations-Fond genommen, ....   der durch unseren Notfallhund Pipper entstanden ist. Es kamen damals mehr Spenden ein, als die OP von Pipper kostete. Und die Reaktion von Ihnen, liebe Tierfreunde, war insgesamt enorm groß und positiv. Alle waren begeistert davon, sich gerade für solche Hunde einzusetzen, die ihr Leben lang Schmerzen leiden oder gar sterben müssten - nur weil eine fachgerechte Behandlung zu teuer wäre, die aber durch eben diese angemessene tierärztliche Hilfe gerettet werden könnten. Und in diesem Operations-Fond sind noch Gelder von den Spenden von Pipper vorhanden und. Diese werden wir jetzt für Schulo einsetzen.  

Aufgrund Ihrer lieben Unterstützung und der Notwendigkeit gerade für solche arme Kreaturen etwas zu tun, haben wir uns dazu entschlossen, den Operations-Fond für Notfallhunde auch in Zukunft weiterzuführen und auch weiterhin gerade diese armen Hunde aufzunehmen, ihnen die notwendigen Operationen und tierärztlichen Behandlungen zu ermöglichen und ihnen somit eine (neue) Zukunft gegeben.

Schulo wurde in Gießen erfolgreich operiert:  

Schulo hat bei seiner OP die vernarbte Stelle am Augenlid keilförmig entfernt bekommen. Anschliessend wurden die Wundränder zusammengezogen und wieder miteinander vernäht. So kann jetzt nichts mehr auf dem Auge reiben und schaben. Er hat die OP sehr gut überstanden und der Heilungsprozess ist völlig komplikationslos. Seinen Kragen akzeptiert er auch und sein Verhalten Fremden gegenüber hat sich enorm verbessert.

Ein neues Herrchen und Frauchen gibt es auch schon  

Da Schulo sich so sehr gebessert hat, konnten wir ihn auch schon Interessenten vorstellen und er fand sehr schnell ein nettes Ehepaar mittleren Alterns, die sich in ihn verliebten und er auch in sie. Sein neues Frauchen und Herrchen durften ihn sogar gleich anfassen und streicheln. Also haben wir ihn in sein neues Zuhause ziehen lassen. Die Fäden werden in Gießen in wenigen Tagen entfernt - neues Herrchen fährt mit. Sein Äuglein tränt und eitert nicht mehr und ist völlig reizlos - die OP war ein voller Erfolg.

Hier noch ein paar Fotos von Schulo:

Man erkennt sehr gut die kleine zierliche Naht an seinem Augenlied und dass das Auge sehr gut heilt und nicht mehr entzündet ist ...

Aufgrund Ihrer lieben Unterstützung und der Notwendigkeit gerade für solche arme Kreaturen etwas zu tun, haben wir uns dazu entschlossen, den Operations-Fond für Notfallhunde auch in Zukunft weiterzuführen und auch weiterhin gerade diese armen Hunde aufzunehmen, ihnen die notwendigen Operationen und tierärztlichen Behandlungen zu ermöglichen und ihnen somit eine (neue) Zukunft gegeben.

Sollten auch Sie unseren Operations-Fond unterstützen wollen, so können Sie uns Ihre Spende mit dem Stichwort “Operations-Fond“ auf folgendes Konto überweisen:

    Tierschutzverein Santorini e.V.
Spendenkonto:  VR Bank Mainz   BLZ  55060417   Konto 102114844  
BIC: GENODE51MZ2   IBAN: DE66 5506 0417 0102 114844

Eine Spendenbescheinigung geht Ihnen immer automatisch im Januar/Februar des Folgejahres Ihrer Spende zu.

Spende per Abbuchungserlaubnis

Sie können uns alternativ auch eine Abbuchungserlaubnis zufaxen oder zusenden. Hierzu klicken Sie den kleinen Hund an, Sie können sich dann ein entsprechendes Formular ausdrucken. Wir werden die von Ihnen gewünschte Summe einmalig von Ihrem Konto abbuchen und Sie ersparen sich den Bankgang.

 

© TSV Santorini e.V. Tel. 06131/368831 oder 06732/964064  Mail               powered&designed by RIS RichardInternet-Services